Gemeinschaftlich Wohnen im Alter im Zollhaus

Partizipation am Beispiel Zollhaus

Arbeitsgruppen

Drei Arbeitsgruppen haben sich 2017 mit dem Innen- und Aussenleben im Zollhaus beschäftigt. Die AG Betrieb entwarf eine multifunktionale Küche für den Gemeinschaftsraum mit fahrbaren Koch- und Rüstmodulen, die je nach Bedarf überall im Haus genutzt werden können – auch auf dem Dach. Die AG Wohnen half, die Workshops Hallenwohnen und Wohnen im Alter vorzubereiten, und beschäftigte sich mit dem Ausbaustandard der Wohnungen: Es ging um Dusche oder Badewanne, Schallschutz innerhalb und zwischen Wohneinheiten und weitere Themen. Getroffen haben sich die beiden AGs in der Kulturfrage: Will und soll die Bewohnerschaft ihre Organisationsstruktur so konzipieren, dass sie neben der Selbstverwaltung der gemeinschaftlichen Räume auch ein Kulturprogramm mit Ausstrahlungskraft gegen aussen kuratieren kann? Im Mai 2018 stellte die AG Wohnen ihren Entwurf für die Selbstverwaltung im Betrieb vor, der von den zukünftigen Mieter*innen weiter vertieft und auf ihre Bedürfnisse angepasst werden kann.

AG Aussenraum Zollhaus: Dachbegehung Europaallee 2017

Die AG Aussenraum hat im Sommer 2017 eine Exkursion auf die Dächer der Europaallee angeboten und Szenarien entwickelt, wie die Begrünung auf den Zollhausdächern durch teilweise Verpachtung an Dritte finanziert werden kann. 2018 erstellte die AG Wohnen dann einen ersten Entwurf für eine Betriebsorganisation, welche dann, wenn die zukünftigen Mieter ausgewählt sind, weiter vertieft werden soll.

Hallenwohnen

Workshop Hallenwohnen Zollhaus

Im Neubauprojekt Zollhaus erstellt die Genossenschaft Kalkbreite per 2020 unterschiedlich grosse, 1,5 geschossige «Hallen», die abgesehen von haustechnischen Installationen, durch die Mieter*innen weitgehend selber nach den eigenen Bedürfnissen ausgebaut werden können. Das ursprüngliche Konzept Hallenwohnen musste im Sommer 2018 aus verschiedenen Gründen leicht verändert werden. Statt bisher zwei XL-Hallen, baut die Genossenschaft neu acht Hallen unterschiedlicher Grösse, deren bewilligungspflichtiger Teil des Ausbaus neu durch die Genossenschaft realisiert wird. Das heisst, die Hallen verfügen über einfache Nasszellen und je eine Miniküche. Zudem ist die maximale Zahl und Grösse abtrennbarer Zimmer und Zwischenwände definiert.

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Gemeinschaftlich Wohnen im Alter

Gemeinschaftlich Wohnen im Alter im Zollhaus

Auch das Thema „Gemeinschaftlich Wohnen im Alter“ soll im Zollhaus Priorität geniessen. Dass ein Interesse besteht, zeigten die über 60 Interessierten, die zur Infoveranstaltung im Oktober 2017 strömten. Viele interessierten sich für Kleinwohnungen, also dafür, mit einem gewissen Mass an Privatheit (eigenem Bad und Küche) in der grösseren Gemeinschaft zu leben. Weil es nur zwölf dieser Kleinwohnungen gibt und sie auch von anderen Altersgruppen begehrt sind, bietet die Genossenschaft diejenigen Hand, die sich als Gruppen für gemeinschaftliches Wohnen im Alter für WG-Wohnungen bewerben. Zwei Gruppen treffen sich seither regelmässig: die AG Frauen-WG Ü60 und die AG altersdurchmischte WG 30-90.

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