Bestimmungen zur Wohnungsvermietung

Die Wohnungen der Genossenschaft Kalkbreite werden ausschliesslich an Mitglieder vermietet. Die Bewerbung um eine Mitgliedschaft steht jeder natürlichen und juristischen Person frei (Mitglied werden). Die Generalversammlung legt ein Vermietungsreglement für die Wohnungen fest. Es regelt die Ziele und die Umsetzung der sozialen Durchmischung, Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vermietungskommission, Belegung und Nutzung der Wohnungen sowie weitere Punkte.

Durchmischung

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Die Genossenschaft verfolgt das Ziel, bei der Wohnungsbelegung eine soziale Durchmischung nach Lebensphasen und nach Einkommen bzw. Vermögen zu erreichen. Zudem sollen Haushalte, die auf dem freien Wohnungsmarkt benachteiligt sind, in der Genossenschaft Kalkbreite besonders berücksichtigt werden. Die Umsetzung beruht auf wenigen Regeln, die keine zu starre Entwicklung vorgeben:

  • Durchmischung nach Alter und Lebensphasen: Innerhalb der verschiedenen Wohnungstypen wird bei der Vermietung eine ausgewogene Altersdurchmischung angestrebt.

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  • Durchmischung nach Einkommen: Ziel ist eine breite Verteilung nach Einkommen. Die günstigeren Wohnungen eines Wohnungstyps sind für Haushalte mit niedrigem Einkommen vorgesehen.
  • Benachteiligte Haushalte fördern: Benachteiligte Gruppen sollen die soziale Durchmischung ergänzen, aber nicht hauptsächlich prägen.
  • Förderung interner Wohnungswechsel: Insbesondere, wenn sich in einer Wohnung die Anzahl der Bewohner*innen oder die Bedürfnisse aufgrund einer neuen Lebensphase ändern, werden interne Wohnungswechsel gefördert. Dadurch sollen die Grundsätze der Vermietung auf Dauer sichergestellt werden.

Die Vermietungskommission überwacht langfristig die Durchmischung im Sinne eines ständigen Monitorings. Sie berichtet an der Generalversammlung, ob die Zusammensetzung der Bewohner*innen den Zielgrössen entspricht. Für die Liegenschaft Kalkbreite wird als Basis eine Durchmischung nach schweizerischem Durchschnitt angestrebt, für die Liegenschaft Zollhaus besteht ein Entwurf für eine angemessene Durchmischung für die Erstvermietung (Durchmischungskriterien Zollhaus, Stand Mai 2018).

Durch eine Partnerschaft mit der Stiftung Domicil werden fünf Wohnungen an Mieter*innen vermittelt, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind.

Download Vermietungsreglement (gültig ab 20.6.2018)

Min­dest­be­le­gung

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Die Genossenschaft Kalkbreite will die Ressource Raum schonen und ihre Liegenschaften so dicht wie möglich nutzen. Bei den Wohnungen gelten deshalb Mindestbelegungsvorschriften, die einen Wohnflächenverbrauch von durchschnittlich maximal 35 m² pro Person (inklusive Gemeinschaftsflächen) erlauben. Grundsätzlich muss die Anzahl Individualzimmer einer Wohnung der Anzahl Personen entsprechen, die in der Wohnung leben. Ist die Anzahl Personen geringer als die Anzahl Individualzimmer, so ist die Wohnung unterbelegt. Bei der Suche nach neuen Mitbewohner*innen sind die Mieter*innen von

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Wohngemeinschaften gebeten, nach Möglichkeit auf den Durchmischungsspiegel für die jeweilige Siedlung zu achten. Bei Unterbelegung einer Wohnung muss ein einkommensabhängiger Mietzuschlag bezahlt werden. Nach spätestens zwei Jahren muss die unterbelegte Wohnung verlassen werden, auch wenn keine andere Wohnung in der Kalkbreite gefunden werden konnte. Für Haushaltskonstellationen, bei denen der Wohnraum nur zu einer beschränkten Zeit voll genutzt wird, etwa Wochenaufenthalter*innen oder Patchworkfamilien, gilt der Anspruch von mindestens 50% Anwesenheit.

Barrierefreiheit

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Die Siedlung Kalkbreite bietet mit sehr wenigen Ausnahmen barrierefreie Zugänge zu gemeinschaftlichen Aussen- und Innenräumen, zu Gewerberäumen und Wohnungen sowie zu Treppenhäusern, Liften und Gärten. Wohnungsintern entsprechen fast alle Zimmeranordnungen, Bäder und Küchen den Platzbedürfnissen von Rollstuhlfahrer*innen oder sind anpassbar. Nutzungsspezifische Anforderungen wie etwa die Höhe und Platzierung der Armaturen wurden auf Wunsch für die Erstmieter*innen individuell angepasst. Die Anforderungen unterschiedlicher Nutzer*innen führte in der Planung allerdings auch zu Zielkonflikten. Baulich hat die Genossenschaft versucht, sinnvolle Kompromisse zu finden, die möglichst vielen Menschen freien Zugang ermöglichen.

Haus­tie­re

Icon_Haustiere

Das Halten von Haustieren ist in der Kalkbreite grundsätzlich erlaubt. Die detaillierten Bestimmungen sind im Haustierreglement festgehalten. Das Halten von Katzen und Hunden muss der Geschäftsstelle gemeldet werden. Es können maximal vier Hunde und acht freilaufende Katzen bewilligt werden. Die Tierhalter*innen werden an den durch die Haustiere verursachten Kosten beteiligt; für eine Katze muss mit Kosten von max. CHF 10.–/Monat gerechnet werden. Der Einbau von weiteren Katzentüren und Katzenleitern sind nicht erlaubt. Katzen müssen den Weg aus dem Treppenhaus zu den drei in den Aussenraum führenden Katzentüren selbständig finden.