Gemeinschaftlich Wohnen im Alter im Zollhaus

Gemeinschaftlich Wohnen im Alter

Soziale Kontakte sind für viele Menschen im Alter von grosser Bedeutung. Das Zollhaus bietet mit der zentralen Lage, den Gemeinschaftsräumen, der sozial durchmischten Mieterschaft und der Belebung durch Kultur, Verkauf, Gastronomie und Dienstleistung zahlreiche Angebote für den Austausch. Es eignet sich gut für kollektives Zusammenleben in der dritten Lebensphase. Die Genossenschaft privilegierte im Vermietungsprozess Wohngemeinschaften von Menschen ü60, indem sie die Gruppenbildung im Vorfeld der Ausschreibung, soweit erwünscht, moderiert und begleitet.

So sind 3 Wohngemeinschaften Ü60 entstanden, die ins Zollhaus einziehen werden. Zwei 3 Personen-WGs im Haus Zollstrasse 117 im 4. und 5. OG und eine 7 Personen-WG im Haus Zollstrasse 115 im 5. OG. Hier erzählen die Gruppen, wie sie sich gefunden haben:

Um die formulierten Durchmischungskriterien zu erreichen, werden im Erstvermietungsprozess Zollhaus noch weitere Wohnungen an Menschen ü60 vergeben. Die Zu- und Absagen zu den Bewerbungen erfolgen im Oktober.

Aktuell

Nächstes Plenum «Gemeinschaftlich Wohnen im Alter» Kickoff-Veranstaltung: Sorge, Betreuung, Pflege am Montag 24. Februar 2020, 19:00 Flex 1, Wohn und Gewerbebau Kalkbreite.

Am Plenum vom 12. November – anlässlich der Auswertung der Exkursionen – haben sich viele von euch interessiert gezeigt, eine Arbeitsgruppe: Sorge, Betreuung und Pflege zu gründen, um ganz grundsätzlich und unabhängig vom Zollhaus und der Kalkbreite über mögliche/wünschbare Dienstleistungsangebote von Wohnbaugenossenschaften in den Bereichen Sorge, Betreuung und Pflege nachzudenken.

Nelly Schnetzler kam nach dem Besuch bei Alma Casa zum Fazit:
  • Für den Grossteil der Leute, die gesund alt werden, zuhause bleiben und da auch sterben möchten, braucht es meines Erachtens auch neue Wege.
  • Altwerden ist keine Krankheit. Im hohen Alter steigt aber der Bedarf an Unterstützung und Fürsorge.
  • Ich könnte mir in den Genossenschaften integrierte Altersbereiche mit Kleinwohnungen, auch Cluster für vier bis sechs Personen, vorstellen.
  • Je nach Bedarf werden Personen für die Betreuung von der Genossenschaft angestellt, allfällige Pflege durch die Spitex abgedeckt und wichtig, für die letzte Lebensphase könnten geschulte Sitzwachen eingesetzt werden.
  • Ich bin mir sicher, dass so den wachsenden Gesundheitskosten tatsächlich etwas entgegengesetzt werden könnte und dadurch die Genossenschaften einen grossen Beitrag leisten könnten.

Diesen Input nehmen wir zum Ausgangspunkt, um am ersten Treffen vom 24.2.2020 anhand von drei Inputreferaten zu erfahren, wie andere Stiftungen und Genossenschaften diese Herausforderung angehen. Im Anschluss möchten wir darüber sprechen, wer sich einer AG zum Thema anschliessen möchte und welche Ziele diese sich setzt. Das detaillierte Programm folgt.

Projektbeitrag Age-Stiftung

Die Genossenschaft Kalkbreite freut sich sehr, dass die Age-Stiftung einen Förderbeitrag für das Projekt «Gemeinschaftlich Wohnen im Alter» im Zollhaus bewilligt hat. In ihrer Begründung würdigt sie die Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit den Interessierten ü60: «Die Genossenschaft Kalkbreite hat bereits gezeigt, wie neue Wohnformen entwickelt, umgesetzt und in moderne Siedlungen integriert werden können. Im Projekt Zollhaus investiert sie aus Überzeugung explizit in die Entwicklung gemeinschaftlicher Wohnformen fürs Alter. Dabei sind sich die Verantwortlichen im Klaren über die betrieblichen Herausforderungen, die damit einhergehen. Im Zollhaus verbinden sich Erfahrung und Pioniergeist. Das sind gute Voraussetzungen für die Schaffung von neuen Wohnformen.»

Die bewilligten CHF 260’000 werden gut zur Hälfte für bauliche Massnahmen und Infrastrukturanpassungen eingesetzt und zur anderen Hälfte für die Projektentwicklung, -begleitung und -umsetzung sowie für die geforderte Dokumentation und Evaluation.

Weitere Informationen zur Age-Stiftung finden Sie hier.

Bilder aus den Veranstaltungen