Bericht Infoveranstaltung vom 7. Februar 2008
Am 7. Februar lud die Genossenschaft Kalkbreite gemeinsam mit dem Amt für Hochbauten (AHB) der Stadt Zürich zu einer ersten öffentlichen Infoveranstaltung ins Gemeinschaftszentrum Aussersihl, um über den aktuellen Stand der Planungen Auskunft zu geben sowie in einen offenen Dialog mit der Bevölkerung zu treten.
Astrid Heymann, Res Keller, Thomas Sacchi und Genossenschaftspräsident Manuel Knuchel eröffneten den Abend mit einer kurzen Zusammenfassung bereits erreichter Etappenziele, aktuell laufender Planungen sowie eines Ausblicks in einen mittelfristigen Zeitplan. Das AHB, vertreten durch Peter Ess, stellte die mit verschiedenen städtischen Stellen (VBZ/TAZ/AfS/AfB/GSZ) abgestimmten Rahmenbedingungen für eine Bebauung des Areals vor und leitete in eine offene Fragerunde über.
In der regen Diskussion der etwa hundert Gäste, von denen etwa die Hälfte aus dem unmittelbaren Quartier kam, wurden neben positiven Äußerungen auch kritische Kommentare laut, bspw. zur Planung des ruhenden Verkehrs.
Ein Teil der in der Fragerunde aufgeworfenen Fragen wurde im Anschluß an den offiziellen Teil der Veranstaltung in vier vorbereiteten Themeninseln mit Interessierten vertieft diskutiert. Themen waren " Wege & Netze", "Terrasse", "Gewerbe" und "Kultur".
Diskussion und Vorschläge auf Themeninseln
Vorschläge waren für "Wege & Netze" unter anderem, Alleebäume entlang der Badenerstrasse zu pflanzen, die Anbindung an den Bahnhof Wiedikon attraktiv zu gestalten sowie eine gute Gestaltung des Urselweges mit abschließendem Urselplatz zu finden.
Die Themeninsel "Terrasse" brachte die meisten Inputs, so die Forderung nach behindertengerechten Zugängen zur Terrasse, Nutzungen an der Terrasse wie Café oder Waschsalon anzubieten, Nutzbepflanzung zu ermöglichen, eine Zonierung in privat und halbprivat-öffentlich vorzusehen und die Terrasse für kulturelle Veranstaltungen wie Openair-Kino zu nutzen.
Die "Gewerbeinsel" sammelte Vorschläge zu gewünschten und im Quartier bislang unterrepräsentierten Anbietern, unter anderem Wäscherei, Bio-Warenhaus, Kinderhort, Bäckerei, Optiker, Markthalle und Käseladen.
In der Insel "Kultur" wurden einerseits temporäre Veranstaltungen wie - Gartenfest/ Hausfest, Kunst-Installationen und Kleinkunstveranstaltungen vorgeschlagen, andererseits Nutzungsansätze für Räume, bspw. ein Themenmuseum, Bibliothek, Mediathek, eine Näh- & Bastelwerkstatt, eine Beiz mit gemischtem Programm, Proberäume und ein (Kinder)Spielraum.
Die gesammelten Inputs wurden abschließend vorgestellt und zur weiteren Nachverfolgung notiert. Ziel ist, die Inputs an Schlüsselstellen im Planungsprozeß bzw. in der Ausarbeitung des Architekturwettbewerbs zu berücksichtigen. Viele dieser Vorschläge werden bereits im für den 15. März angesetzten Workshop zum Raumprogramm der Überbauung auf dem Areal Berücksichtigung finden.



