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Temporärer Garten Kalkbreite

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Neuere Geschichte ab 2006

workshop stadtlabor feb2006

Workshop stadt.labor Februar 2006

Visionen im Stadt.Labor

Nach der Fristerstreckung für die Umsetzung der Motion Schönbächler, scheint alles in der Luft zu schweben. Jetzt treten einige QuartierbewohnerInnen auf den Plan, um selber konkrete Vorschläge zu machen. An einem öffentlichen Workshop im Rahmen des Stadt.Labor entwerfen im Februar 2006 rund 50 QuartierbewohnerInnen und Fachleute eigene Visionen für das Kalkbreite-Areal, die in einem grundlegenden KonzeptpapierPDF zusammengefasst werden. Die Ideen und Teilnehmer des Workshops fliessen in den Verein Kalkbreitehttp ein, der offiziell am
9. März 2006 gegründet wird.

Stadtrat empfiehlt eigene Vorlage zu Ablehnung

Am 15. März 2006 legt der Stadtrat endlich die mit der Motion verlangte Vorlage vor und beantragt beim Gemeinderat einen Kredit in der Höhe von 3,35 Millionen Franken "für die Projektierung und zur Durchführung des Wettbewerbsverfahrens für eine Überbauung mit Gleisüberdeckung, die Projektausarbeitung mit Kostenermittlung, das Gestaltungsplan- und Baubewilligungsverfahren sowie die Vorbereitung der Bauausführung sowie Vorinverstitionen in die Fundamente für die Überdeckelung von 700'000 Franken."

Der Stadtrat geht damit von wesentlich höheren Kosten aus als die Motionäre und empfiehlt dem Gemeinderat, seinen Kreditantrag abzulehnen, da der Bau des Deckels unverhältnismässig teuer wäre, eine Zusatznutzung über den Gleisen aus geometrischen Gründen nicht möglich wäre und neben den Gleisen diverse andere Komplikationen wie zum Beispiel eine zu hohe Emissionbelastung mit sich brächte. Details: (Weisung 442PDF). Die Volksinitiative aus dem Jahre 1978 sei zusätzlich als nicht erfüllbar abzuschreiben.

Verein Kalkbreite überzeugt Stadtentwicklungskommission

Die Stadtentwicklungskommission (Spezialkommission Hochbaudepartement / Stadtentwicklung)  des Gemeinderates nimmt sich nun der Sache an, um das Geschäft im Hinblick auf die Abstimmung im Rat vorzubereiten und eine Empfehlung an die Räte auszuarbeiteten.
Diese Situation nutzt der Verein Kalkbreite, um in diesem Gremium für seine Ideen aus dem Stadt.Labor-Workshop zu werben. Die Stadt solle als eine Variante die "Abgabe des Areals im Baurecht" an Wohnbaugenossenschaften prüfen, womit ein Bauträger das Projekt realisiern könnte, der wirklich daran interessiert ist.

Nachdem bei einer Sondierung festgestellt wurde, dass auf Seiten Wohnbaugenossenschaften tatsächlich grosses Interesse besteht, arbeitet die Stadtentwicklungskommission zuhanden des Gemeinderates zwei Varianten aus.

Gemeinderat für Vorschlag der Stadtentwicklungskommission

Am 20. Juni 2007 liegt das Geschäft dem Gemeinderat zur Abstimmung vor. Die Stadtentwicklungskommission beantragt einstimmig den Projektierungskedit (mit der Variante einer begehbaren Terrasse) zu Annahme.

Ebenfalls beantragt die Kommission, den Stadtrat zu beauftragen, die Projektentwicklung zusammen mit einem gemeinnützigen Bauträger vornehmen zu lassen und dem Gemeinderat zum gegebenen Zeitpunkt einen Baurechtsvertrag zur Genehmigung vorzulegen.

Der Gemeinderat stimmt darauf diesen Kommissionsanträgen mit offensichtlichem Mehr zu. (ProtokollPDF und Artikel TAhttp)

Modell-Skizze Kalkbreite aus Bauklötzchen

Titelbild aus der Bewerbung um das Baurecht, 2007

Bewerbung um das Baurecht

Damit sich der Verein Kalkbreite auch selber um das Baurecht bewerben kann, gründet er im Juni 2007 zusammen mit den im Quartier verankerten Genossenschaften Dreieck und Karthago die Genossenschaft Kalkbreite und reicht eine BewerbungPDF ein.

In einem mutigen Entscheidhttp beschliesst darauf der Zürcher Stadtrat am
26. September 2007, der Genossenschaft Kalkbreite als einer nicht bestandenen Bauträgerschaft, welche aber mit ihrem innovativen Bau- und Nutzungskonzept frischen Wind in den Siedlungsbau zu bringen verspricht, das Baurecht zuzusprechen.


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